Auch wir kennen Armut

Während wir uns langsam wieder freier bewegen können und viele Verbote aufgehoben werden, gibt es zahlreiche Menschen unter uns, welche noch weit entfernt von der Normalität leben (können). Und zwar weil ihnen schlichtweg das nötige Geld fehlt, um über die Runden zu kommen. Wer einen Blick unweit über den eigenen Tellerrand hinaus wagt, sieht auch Menschen, die in der reichen Schweiz von der Armut betroffen sind.

Wir werden täglich mit negativen Meldungen aus aller Welt überflutet. Doch eben auch bei uns geschehen Dinge, die man hierzulande nicht gewohnt ist. So flimmerten rund vor einem Monat die Bilder aus Genf über meinen Fernseher, wobei man sah, wie hunderte Menschen bei einer Abgabestelle für kostenlose Lebensmittel Schlange standen. Und nur vor einer Woche wurde der traurige Rekord von 3280 abgegebenen Hilfspaketen vermeldet. Eine deutliche Zunahme von mehreren hundert Unterstützungen innert Wochenfrist.

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Während der Recherche rund um unser Projekt erfuhr ich auch von anderen Orten in der Schweiz, wo Essen und Hilfspakete abgegeben werden. Und dabei wurden jene Menschen seit dem Ausbruch der Coronakrise zahlreicher. So verteilt in Zürich eine «Nonne Essensrationen».

Armut gibt es nicht nur ausserhalb der Schweiz

Dies sind ganz klar Bilder und Szenen, die wir uns in diesem wohlhabenden Land nicht gewohnt sind. Armut und Menschen, die unter dem Existenzminimum leben gibt es auch innerhalb unserer Landesgrenzen. Betroffen von der Armut sind Menschen, die ihre Jobs verloren oder vor der Krise bereits als Working Poor unter dem Existenzminimum gelebt hätten.

Von der Zunahme der armutsbetroffenen Menschen weiss auch die Schweizer Tafel zu berichten. Die Nachfrage nach Lebensmitteln stieg deutlich an. Vor der Krise lieferte die Schweizer Tafel beispielsweise einmal pro Woche etwa 1.8 Tonnen Lebensmittel an die gemeinnützige Basler Abgabestelle DaN. Durch die Krise hat sich die Nachfrage von bedürftigen Menschen nach Lebensmitteln fast verdoppelt. Die Schweizer Tafel beliefert DaN seither an einem weiteren Wochentag mit zusätzlichen 1.5 Tonnen.

Was kannst du tun?

Ab dem 12. Juni wandern wir los und sammeln Geld, damit die Schweizer Tafel einwandfreie Lebensmittel an Bedürftige abgeben kann. Unterstütze uns dabei.

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