Wanderung – Tag 6

Welch herzlich zubereitetes Frühstück in Blonay bei Geneviève mit Blick auf den Genfersee oder was davon bei diesem regnerischen Wetter zu sehen war. Für alle Romantiker: das ist echt «the place to be». Sie selbst ist die Präsidentin des SAC Sektion Montreux und konnte uns einige Wandertipps mit auf den Weg geben. Auf geht es im Regen hoch Richtung Moléson.

Nach rund einer Stunde hatten wir bereits über 500m an Höhe gewonnen. Der Regen trieb uns so richtig an. Kurz vor zehn Uhr hatte ich einen Termin. Für die TV-Show der Swisscom Lernenden hatte ich einen Auftritt. Zufälligerweise fanden wir ein SAC-Chalet mit einer schönen Terrasse, der Regen stoppte und der Nebel löste sich kurz auf und wir hatten einen wunderschönen Blick auf den See. Live hoch oben über dem Genfersee berichtete ich über unser Projekt und die Erlebnisse.

Der Weg führte uns vorbei an kleinen Feriensiedlungen mit prächtigen Häusern inklusive einer atemberaubenden Sicht auf den Lac Léman und den dahinter liegenden Bergen. Wir liefen entlang dem wunderschönen Hochmoor «Les Tenasses» mit den anscheinend fleischfressenden Pflanzen.

Weiter ging es über schöne Wiesen und dann runter entlang einem kleinen Rinnsal zur Kantonsgrenze. Wir sagen «Adieu» Kanton Waadt und setzten unsere Füsse auf Freiburger Boden. Langsam knurrte unser Magen und doch wollten wir noch möglichst viele Kilometer abspulen. Da kam uns plötzlich in den Sinn, dass unser Gaskocher nur noch mit Feuerhilfe funktioniert. Glücklicherweise tauchten drei Frauen mit ihren Hunden auf und sie schenkten uns ihr Feuerzeug. Unsere Pasta ist gerettet!

Beim Skilift von «Les Vérollys» fanden wir einen geeigneten Unterstand für unsere Mittagspause. Kaum war das Pastawasser am kochen und unsere durchgeschwitzten Kleider ausgetauscht, begann es heftig zu regnen. So ein Glück – wir konnten unsere feine Carbonara im Trockenen essen.

Frisch gestärkt stapften wir wieder mit vollem Elan weiter Richtung Moléson. Das Wetter wechselte regelmässig zwischen Sonne, Regen und einfach bedecktem Himmel. Zügig erreichten wir dann auch um ca. 16 Uhr das Bergrestaurant «Gros-Plané», wo wir uns ein Gipfelbier auf der Sonnenterrasse gönnten. Am heutigen Tag wären wir anscheinend erst die zweiten Gäste gewesen. Mehr Leute hatten wir unterwegs auch nicht gesehen.

Von dort ging es zur Gondelstation, die hoch zum Moléson führt, und der Station des Funiculaire, welches uns ganz gemütlich runter nach Moléson-sur-Gruyères bringen würde. Nichts da: wir laufen. So erreichten wir nach einer weiteren Stunde unser Etappenziel, wo wir uns nach dem Frischmachen ein herrliches Fondue gönnten.

Das heute sehr wechselhafte Wetter rief trotz Tag 6 besondere Kräfte hervor. So liefen wir heute auf der gesamten Strecke über 1400m hoch und knapp 950m runter. Der Muskelkater, die Blessuren und wunden Füsse gehören der Vergangenheit an.

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