Wanderung – Tag 8

Der 8. Tag hat wiederum mit einem sehr leckeren Frühstück begonnen. Erika bot uns an, noch kurz eine «Sightseeing» Tour durch das Dorf Jaun zu machen, bevor wir dann den steilen Anstieg Richtung Euschelspass in Angriff nehmen. Sie zeigte uns den Wasserfall in Jaun, welcher in einem Kraftfeld besonderen Ausmass liegt und heilende Kräfte nachgesagt werden. Welche Wirkung haben diese Kräfte tatsächlich?

Nun war unsere Tour mit Erika zu Ende und wir gingen direkt an den Anstieg. Auf unserem Weg begegneten wir vielen Rindern und auch Ziegen. Nebst den anstrengenden Aufstieg, mussten wir einen eigenen Weg finden, da unser Weg meist mit «Kuhfläden» bedeckt war. Wir hatten nun bereits 500 Höhenmeter hinter uns und die Temperaturen waren im einstelligen Bereich, als es auch noch zu regnen begann. Zu unserem Glück hatte das Restaurant offen und wir gönnten uns beide ein warmes Getränk; für Jonas eine warme Schokolade und für mich einen Kaffee.

Unser ursprünglicher Plan war es uns nach dem Abstieg ein Bad im Schwarzsee zu gönnen. Leider hat uns heute der Sommer einmal mehr im Stich gelassen und uns blieb nur eine normale Verschnaufpause übrig, bevor wir weiter zogen. Die Temperatur wurde angenehmer und unser Weg führte uns entlang der schönen und (gemäss Name) warmen Sense.

Leider hatte für mich der Tag ein negatives Ende. Das sehr wechselhafte Wetter mit viel Regen und die anstrengende Tour hat dazu geführt, dass ich mir eine starke Erkältung geholt habe, welche mich dazu zwang, die letzten zwei Etappen unserer 10-Tägigen Tour auszulassen. Nichtsdestotrotz wird Jonas unser Wanderung weiterführen und den Weg alleine nach Bern finden.

Ab hier übernehme ich (Jonas) das Wort. Ich erlebte nach dem Mittagshalt noch eine schöne Wanderung bis nach Ober Maggenberg. Nach Zollhaus fliesst die kalte in die warme Sense – an der Tempartur änderte sich aber nicht viel. Ich durfte einem schönen Weg entlanglaufen, der mehrere Male zur Strasse hoch ging und dann wieder zum Flussbett führte.

In Plaffeien passierte ich das Dorf noch trocken. Kurz nach dem Dorfausgang roch es nach Regen. Der erfahrene Wanderer zieht bei dieser Stimmung schon mal präventiv die Regenkleider an. So lief ich dann noch ein paar Kilometer bei einem Gemisch aus Sonne und Wolken mit meinen von innen heizenden Regenkleidern weiter. Und dann plötzlich entleerten sich heftig die Regenwolken über mir – lediglich 4 Kilometer vor meinem Etappenziel. Zum Schluss hin zeigte sich die Sonne noch einmal und hiess mich in Ober Maggenberg herzlich willkommen.

Dort angekommen war sich Marco bereits am erholen. Ich gönnte mir dann für mich das Willkommens-Bier. Bereits kurz darauf fuhr unser Gast auf dem Bauernhof vor. Wir kriegten Besuch von Hubert, unserer Kontaktperson der Schweizer Tafel. Wir unternahmen zusammen einen kurzen Spaziergang zur Ruine von Ober Maggenburg und ich erhielt viele spannende Informationen zur Sense-Gegend. Bei sehr feiner Rösti und Hamme schwatzten wir lange über unseren Charity-Hike, die Projekte, unsere Erlebnisse und noch vieles mehr. Ein riesen Zufall: die Gastgeber Annelies und Ernst kannten Hubert auch. Manchmal ist die Welt ein Dorf.

Marco geht es bereits wieder etwas besser. Jedoch verabschiedete er sich von mir. Ich werde den Charity-Hike bis nach Bern weiterlaufen. Hoch motiviert ganz im Sinne von: «Wandern gegen die Armut».

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Ein Kommentar bei “Wanderung – Tag 8”

  1. Hallo zäme
    Nach dem ( relativen ) Wetterpech auch noch eine Erkältung. Soo schade!
    Dir Marco wünschen wir gute und rasche Genesung und Erholung von den Strapazen und dir Jonas doch noch etwas mehr Sonnenschein und viel Kraft für die letzten zwei Wanderetappen. Ein sicherer “Aufsteller” für euch beide: Die 10’000er-Spende-Marke ist erreicht. Bravo.

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