Wanderung – Tag 9

Früh am Morgen – für an einem Samstag – genoss ich ein üppigs Bauernfrühstück. Annelies und Ernst boten mir Gesellschaft und so plauderten wir noch etwas über unser Projekt. Auf meinem Teller hatten die Gastgeber einen Glückskäfer platziert. Der soll mich symbolisch auf den verbleibenden Kilometern unterstützen. Wie lange der wohl überleben wird?

Kurz vor dem Abmarsch überraschte mich Annelies und überwies meine Übernachtungskosten und einen weiteren Zustupf auf unser Spendenkonto. Mit dieser Grosszügigkeit hätte ich nicht gerechnet. So durfte zum Abschied auch nicht das Foto vor dem Haus fehlen. Eine wunderschöne Zeit durfte ich auf dem Ober Maggenberg geniessen. Ich komme wieder!

Nun war ich also alleine unterwegs. Sehr schade, dass Marco krank wurde und nach Hause reisen musste. Glücklicherweise geht es ihm bereits wieder etwas besser.

Die heutige Strecke führte mich im Zickzack und mit einigen «Auf‘s und Ab‘s» über wunderschöne Felder und Wiesen und durch praktisch unberührte Wälder. Da ich alleine unterwegs war, nutzte ich die Zeit für mich um einige Nachrichten zu schreiben und Sprachnachrichten zu sprechen. Davor war die Zeit während der Wanderung extrem vollgepackt gewesen und es blieb kaum Zeit für den sozialen Austausch.

Für meinen Mittagsstopp nutzte ich einen Picknick-Platz unweit von Schwarzenburg mit Blick auf das Guggershörnli; bekannt aus dem Lied «S‘Vreneli ab em Guggisbärg» (hier die Version von Steff La Chef). Neben einer Feuerstelle gab es da auch eine gemütliche überdachte Liege mit Decken. Diese nutzte ich, um etwas zu enspannen und die Beine hochzulagern.

Unweit von Mammishaus ging es dann runter an den Fluss Schwarzwasser, wo ich mir das lang ersehnte Flussbad gönnte. Lange hielt ich es zwar nicht aus, weil kurz nach dem Eintauchen bereits eine nächste grosse Wolke der Sonne den Platz stahl. Die Lufttemperatur war gefühlt kälter.

Nun war es nicht mehr weit bis zu meinem Etappenziel auf dem «Muriboden» in der Gemeinde Riggisberg. Und wer meinen Pass schon mal studiert hat, der weiss, dass ich hier heimatberechtigt (Bürgerort) bin. Sozusagen kam ich hier zu Hause an. So wurde ich von Anna und ihrer Familie auch empfangen. Ich durfte im Garten noch einen Barfuss-Parcours mit anschliessendem Fussbad durchlaufen und mein Willkommens-Bier geniessen.

Mein Schlafzimmer ist heute die Heubühne, wo ich mir nun mein Bett im Stroh eingerichtet habe. Nach dem feinen Linseneitopf gehe ich nun noch meinen Verpflichtungen nach. Lange wird der Abend für mich nicht.

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